Das Quartier des Ingenieurs

undervisningsforloeb - www.garderhojfort.dkDas Gehirn hinter dem Fort

Das Garderhøjfort wurde von dem Ingenieuroffizier, Oberstleutnant E. J. Sommerfeldt, gezeichnet, von dem auch andere Teile der Landbefestigung gezeichnet wurde, nämlich den Westwall, der so ziemlich die ganze Westfront der Befestigung ausmachte. Einer der Hindernisse in der Kopenhagener Befestigung war die ”Flutung“ an der Nordfront. Südlich des Dyrehaven vorbereitete man sich auf einer Reihe von Flutungen, die einen Feind, der Richtung Kopenhagen vorrückt, aufhalten sollten.

Wohin mit dem Wasser?

Die Flutung würde sich vom Ermelunden über die großen tieferliegenden Landgebiete südlich von Dyrehaven fast bis zur Öresund dehnen. Das Wasser würde von der Furesø kommen, die eine Größe von 9,5 Km2 beträgt und gleichzeitig mit einer Tiefe von 38 Mietern die tiefste See Dänemarks ist. Von hier aus sollte das Wasser durch ein System aus Kanälen, Stauanlagen und Dämme zu den Gebieten gelenkt werden, die geflutet werden sollten.

stemmeværk kopiDer Feind musste von den Flutungsanlagen ferngehalten werden

Man musste auch sichergehen, dass der Feind nicht z.B. die Dämme zerstören und in dieser Weise die Flutung entwässern konnte. Deshalb baute man mehrere Befestigungsanlagen, um die Flutung zu sichern. Hierzu zählten insbesondere das Garderhøjfort und die Batterie auf der Insel Christiansholm.

Die Flutung wurde nie in Praxis durchgeführt. Der Bau des Befestigungskanals forderte, dass die Ingenieure viele bauliche und technische Herausforderungen überwinden mussten. Die daraus erworbenen Erfahrungen wurden später der dänischen Industrie und Gebäudetechnik von Nutzen.

Man kann kein Krieg im unbekannten Terrain führen und deshalb ist das Militär von topographischen Karten, die u.a. das Auf- und Abgehen der Landschaft zeigen, abhängig. Die dänische Armee war auch vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in das Kartographieren Dänemarks involviert.

Karten und Kurven

Es waren gerade die topographischen Karten, die für die Planung der Flutung der tiefliegenden Gebiete um Kopenhagen herum benutzt wurden. Die Höhenkurven zeigten u.a., wo es Senken gab, die viel Wasser „schlucken“ würden, wo die jeweiligen Stemmwerke platziert werden sollten, wie schnell das Wasser in die Furesø und durch die Landschaft fließen würde und vor allem welchen Weg das Wasser fließen würde.

Die Entwicklung der modernen Karten- und Navigationstechnologie wurde oft wegen militärischer Zwecke vorangetrieben. Die GPS-Technologie wurde z.B. als Militärtechnologie entwickelt, die heute Allgemeinbesitz ist.

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