Die Küche

Garderhøj Fortet til folder

Kommen Sie rein in die Wärme!

Es war eine Revolution, als der Gusseisenherd ab ungefähr 1850 in den dänischen Küchen ihren Einzug hielt. Jetzt war Schluss damit, die Mahlzeit über offenes Feuer zuzubereiten. Im Gusseisenherd wurde mit Holz oder Torf gefeuert und der Rauch konnte über ein Rohr direkt in den Schornstein geleitet werden.

Auf dem Herd konnte gleichzeitig mehrere Mahlzeiten zubereitet werden und dazu gab es noch den Ofen, wo man braten und backen konnte, während die Töpfe auf dem Herd kochten.

Im Fort ist ein alter olzgefeuerter Herd wieder installiert worden, in dem gelegentlich Feuer gemacht wird. Hier können die Besucher die Wärme des Herdes erleben und die Mahlzeiten, wie z.B. Speck und Erbsen, probieren, die serviert wurden, als das Fort noch bemannt war.

 

Køkkenet - på Garderhøjfort museum - www.garderhojfort.dk

Speck und Erbsen

Das Essen im Garderhøjfort hat nicht gerade das Potential des Gusseisenherds ausgefordert. Hier mussten große Mengen Essen für die vielen Soldaten zubereitet werden, weshalb Speck und Erbsen oder Fleisch und Suppe oft auf die Speisekarte standen.

 

 

 

 

 

Mit gesunderem Essen schossen die Soldaten in die Höhemad kopi

Im Laufe des 19. Jahrhunderts rückte die Bedeutung des Essens für die Gesundheit der Bevölkerung stärker in den Fokus. Die größten Probleme waren immer noch Unterernährung und Fehlernährung. Deshalb musste das Essen gut, nährend und ausreichend sein. Und so verhielt es sich auch für die Armee.

 

Die Soldaten wurden höher

Die allgemeine Verbesserung der Nahrung hatte den Effekt, dass man bei der Musterung sehen konnte, dass die Soldaten höher wurden. Die Durchschnittshöhe stieg von 165,4 Cm im Jahr 1852 auf 169 Cm in1914. Im Jahr 2012 war die Durchschnittshöhe der Soldaten bei der Musterung 180,2 Cm.

Das Essen war nicht immer sehr abwechslungsreich und gut zubereitet, wenn man zur Sicherungstruppe der Befestigung gehörte. Manche beklagten sich – aber nicht alle. Die ärmsten Soldaten kamen nämlich von schlechteren Verhältnissen als die im Garderhøjfort.

Forderungen für Diensttauglichkeit

Im Jahr 1914 musste die Höhe der Soldaten mindestens 152 Cm betragen. Die Durchschnittshöhe der jungen Männer bei derfrokost kopi Musterung in 1914 betrug 169 Cm. Nur bei 64 aus 23.879 betrug die Höhe weniger als 150 Cm und nur 7 waren höher als 190 Cm. Man durfte auch nicht zu dünn und mager sein. Dies könnte nämlich das Zeichen einer schwachen Konstitution sein. Im Jahr 1914 wurden 421 Männer wegen eines ”schwachen Körperbaus” ausgemustert.